{"id":1104,"date":"2012-05-24T16:05:14","date_gmt":"2012-05-24T14:05:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.omniro.de\/Gipfelbuch\/blog-jr\/?p=1104"},"modified":"2012-05-24T16:05:14","modified_gmt":"2012-05-24T14:05:14","slug":"lorsbach-langsame-annaherung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.omniro.de\/Gipfelbuch\/blog-jr\/2012\/05\/lorsbach-langsame-annaherung\/","title":{"rendered":"Lorsbach &#8211; langsame Ann\u00e4herung"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.omniro.de\/Gipfelbuch\/blog-jr\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/2011-05-12_17-34-57_Lorsbacher-Wand-klettern_IMAG0281-600.jpg\"><img data-attachment-id=\"935\" data-permalink=\"http:\/\/www.omniro.de\/Gipfelbuch\/blog-jr\/2011\/05\/lorsbacher-wand-die-perle-im-taunus\/2011-05-12_17-34-57_lorsbacher-wand-klettern_imag0281-600\/\" data-orig-file=\"http:\/\/www.omniro.de\/Gipfelbuch\/blog-jr\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/2011-05-12_17-34-57_Lorsbacher-Wand-klettern_IMAG0281-600.jpg\" data-orig-size=\"359,600\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;J\\u00fcrgen Rode&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;MDA_Compact_V&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1305221697&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;www.omniro.de&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;67&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}\" data-image-title=\"2011-05-12_17-34-57_Lorsbacher Wand &#8211; klettern_IMAG0281-600\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"http:\/\/www.omniro.de\/Gipfelbuch\/blog-jr\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/2011-05-12_17-34-57_Lorsbacher-Wand-klettern_IMAG0281-600-179x300.jpg\" data-large-file=\"http:\/\/www.omniro.de\/Gipfelbuch\/blog-jr\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/2011-05-12_17-34-57_Lorsbacher-Wand-klettern_IMAG0281-600.jpg\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-full wp-image-935\" title=\"2011-05-12_17-34-57_Lorsbacher Wand - klettern_IMAG0281-600\" src=\"http:\/\/www.omniro.de\/Gipfelbuch\/blog-jr\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/2011-05-12_17-34-57_Lorsbacher-Wand-klettern_IMAG0281-600.jpg\" alt=\"\" width=\"359\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/www.omniro.de\/Gipfelbuch\/blog-jr\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/2011-05-12_17-34-57_Lorsbacher-Wand-klettern_IMAG0281-600.jpg 359w, http:\/\/www.omniro.de\/Gipfelbuch\/blog-jr\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/2011-05-12_17-34-57_Lorsbacher-Wand-klettern_IMAG0281-600-179x300.jpg 179w, http:\/\/www.omniro.de\/Gipfelbuch\/blog-jr\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/2011-05-12_17-34-57_Lorsbacher-Wand-klettern_IMAG0281-600-89x150.jpg 89w\" sizes=\"(max-width: 359px) 100vw, 359px\" \/><\/a>Dieser Fels ist schon wirklich etwas Besonderes. Silbrig schimmert er im glei\u00dfenden Sonnenlicht. Glatt und unnahbar wirkt er dann.<br \/>\nEs beginnt zu regnen und sofort wird er glitschig. Die Moose und Algen wirken wie Schmierseife.<br \/>\nDa schaut die Sonne wieder heraus und binnen Minuten ist der Schiefer wieder trocken.<br \/>\nDie Luftfeuchtigkeit steigt rasch an, Nebel zeigt sich \u00fcber den Baumwipfeln des Taunus.<br \/>\nIm nu wirkt der Fels schl\u00fcpfrig, der Chalkverbrauch steigt dramatisch.<\/p>\n<p>Lorsbach. Warum komme ich eigentlich so selten dort hin. Gerade einmal 35 km betr\u00e4gt die Entfernung.<br \/>\nDiesmal war es ein Eintrag im Kletterdorf.de, wo Mario f\u00fcr Mittwochnachmittag einen Kletterpartner suchte.<\/p>\n<p>Also kurzerhand verabredet und schon trafen wir uns an der Lorsbacher Wand. Entgegen aller Bef\u00fcrchtungen, war es zwar warm, aber nicht sonnig und hei\u00df.<br \/>\nViele Kletterer waren auch nicht vor Ort. Ich lies mich vom erfahrenen Taunusprofi leiten:<\/p>\n<p>Mario w\u00e4hlte als erste Route das\u00a0<strong>Grasb\u00e4ndchen 6-.<\/strong><strong>\u00a0<\/strong>Gleich nach den ersten Metern war mir klar: Mario ist einer von den guten. Ganz bewusst und langsam setzt er H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe und strahlt dabei eine Ruhe aus, wie ich sie mir noch w\u00fcnsche. Jeder Zug zeigt Souver\u00e4nit\u00e4t und K\u00f6nnen. Da er die Exen h\u00e4ngen lie\u00df, hatte ich es im Nachstieg einfacher und das war auch gut so, denn die Finger brauchten ein wenig, um sich an den glatten Fels zu gew\u00f6hnen. Die Route hat zwei kleinere Schwierigkeiten, aber f\u00fcr die ersten Ann\u00e4herungsversuche war sie genau richtig.<\/p>\n<p>Eine Gruppe belegt \u00a0die leichteren Routen am rechten Rand, so w\u00e4hlt Mario die Schneewei\u00dfchen 7-.<br \/>\nIch bin noch nicht warm, vor zwei Stunden habe ich mir im Garten einen dicken Steinbrocken auf die nackten F\u00fc\u00dfe fallen lassen, die Kn\u00f6chel sind blutig. Vom gestrigen Laufen habe ich einen dicken Muskelkater, der linke Arm schmerzt, die Sehne am Bizeps ist gereizt.<br \/>\nBeste Voraussetzungen f\u00fcr eine unbekannte Route. Zumindest kann ich sp\u00e4ter meine Unf\u00e4higkeit auf die immer zahlreicher werdenden Malaisen schieben.<\/p>\n<p>Der Einstieg erweist sich als genauso kniffelig, wie der Kletterf\u00fchrer es beschreibt. Dann heisst es die richtigen Griffe zu finden und immer gut die F\u00fc\u00dfe mitzunehmen. Eher mehrfach nachtreten, um h\u00f6her zu kommen, dann hat man es oft leichter, den n\u00e4chsten Griff zu halten.<\/p>\n<p>Vor dem breiten Band in 6 Meter H\u00f6he wird es dann kniffelig. Ich finde nicht die richtigen Tritte und bin zu weit links. Erst als ich mich dem Band weiter rechts n\u00e4here kann ich den Untergriff (Ein sch\u00f6nes Loch rechts oberhalb des Hakens) fassen. Doch hat mich das viel Kraft gekostet. \u00dcber das Band geht es dann sehr einfach und der Rest der Route ist nicht mehr besonders schwer. Wenn man sich ein wenig rechts h\u00e4lt. Am Anfang hatte ich wieder die Tendenz mich links zu halten, dann kommt man fast in den &#8220;mittleren Ausstieg&#8221;.<\/p>\n<p>Es beginnt leicht zu regnen, als Mario den Fledermausweg 6+ geht. Bis ich dann los gehe, ist der Boden nass und die Wand an manchen Stellen auch. Zwar sind die Griffe meist trocken, aber die hohe Luftfeuchtigkeit l\u00e4sst die Finger schwitzen. Im Vergleich zum Schneewei\u00dfchen ist die Route einfach, \u00a0wenn man wei\u00df, dass man am \u00dcberhang sich weit links halten muss.<\/p>\n<p>Der Regen l\u00e4sst nach und mein Bergf\u00fchrer zeigt mir den Alten Weg 6+, den wir als Mehrseilll\u00e4nge gehen \u00a0also Mario bleibt oben und ich steige nach. Ich beobachte genau, wie er l\u00e4uft, habe aber schon heute wieder vergessen, wie das ging. Da waren etliche Ecken und Wechsel dabei. Ohne Mario w\u00e4re ich so nie da hoch gegangen, sondern h\u00e4tte fatalerweise den direkten Weg gesucht, was eindeutig falsch ist. Ich erinnere mich an ein Band, direkt vor mir nichts zu treten. Geht man aber einen Schritt nach links, kann man \u00fcber das Band greifen, dann \u00fcber den alten Standpunkt nach rechts und dann geht es wieder weit nach links. Nach der Ecke mit dem Gipfelbuch gibt es eine Passage an der Kante entlang bis unter den gro\u00dfen Umlenker der Edi. Dort ein Seitgriff, mit rechts zu halten und dann finde ich erst einmal nichts mehr f\u00fcr die F\u00fc\u00dfe. Ich brauche Ruhe und setz mich ins Seil. Jetzt kann ich auch wieder denken und finde nach kurzer Zeit die Fu\u00dftritte. Weiter nach links, dann kurz unter dem Umlenker ein dickes Lock, beide H\u00e4nde an die Kante und eindrehen nach oben zum Haltegriff. Einh\u00e4ngen. Zum Standplatz komme ich so nicht und sitze erneut im Seil, erst als ich rechts \u00a0bleibe kann ich mich zum Standplatz hangeln. Sehr sch\u00f6n. Der Ausblick auf die Stra\u00dfe und die dichten W\u00e4lder, aus denen der Dampf aufsteigt, ist sehenswert.<\/p>\n<p>Ablassen und dann die<strong>\u00a0<\/strong><strong>Edi 6+<\/strong><\/p>\n<p>Beim letzten Mal hatte ich keine Zeit mehr, dank Mario sind die Exen schon drin, als ich los laufe. Die erste Exe ist die schwerste. Mit rechts h\u00e4ngt man an einer Kante mit zwei Fingerkuppen (und mein zerquetschter Finger passt da irgendwie nicht rein, was es nicht einfacher macht) und mit links klippen. Da die Exe schon h\u00e4ngt, habe ich das schon vorher gemacht und das das gut ist, zeigt sich, als ich abrutsche und im Seil h\u00e4nge! Von hier aus geht es 8 Meter in die Tiefe und wer da ungeclipt ist, hat ein echtes Problem. Die Anfangspunkte hier sind echt bedenklich.<br \/>\nSo komme ich l\u00e4chelnd wieder an den Fels und nach dem ersten fetten Griff ist alles sehr einfach. Erst auf halber H\u00f6he wird es noch einmal schwer. Da ist nur eine schmal Leiste und von der geht es auf ein Band. Um dies zu erreichen muss man entweder eine noch kleinere Leiste darunter antippen und dynamisch nach oben greifen oder gut stehen und die F\u00fc\u00dfe mehrfach nachholen. Ich versuche es \u00fcber die dynamische Art und st\u00fctze gut vier Meter. Nichts passiert. Nochmal. Das kostet K\u00f6rner und so langsam habe ich nicht mehr viele davon. Ich \u00fcbernehme mich an vielen Griffen und habe zu wenig Ruhepunkte, da ich die Routen nicht kenne.<br \/>\nZweiter Versuch, diesmal komme ich \u00fcber das Band, aber die H\u00e4nde sind leer. Ich packe es bis zu einer Kante hinter der ich einen guten Seitgriff wei\u00df, aber die H\u00e4nde halten den Sloper nicht, ich bin auch zu weit rechts und stehe nicht gut. Und wieder ins Seil. Ich bin sauer auf mich. Schwer ist es nicht, aber die Knochen wollen nicht mehr. Diesmal achte ich mehr auf die F\u00fc\u00dfe und siehe da, ein guter Tritt, Hand nach rechts, seitlich gehalten und schon geht es weiter. Am Limit und ich schrei mich von Griff zu Griff, aber ich komme nach oben, das fette Loch vor und dann der Haltegriff. Fertig. Die Finger wollen zwar nicht mehr das Seil in den Sauschwanz legen, aber ich zwinge sie und dann ist es geschafft. Pitschenass geschwitzt geht es ins Tal.<\/p>\n<p>Eine Route ringt mir Mario noch ab: Die\u00a0<strong>Kombination 6<\/strong>.<br \/>\nDer Einstig ist der gleiche, dann zieht es sich nach rechts. Ein fetter Griff will erst mal vor einem Loch gegriffen werden, hat man den, kommt eine Platte. Die l\u00f6ste ich unkonventionell, in dem ich mit Links eine Schuppe hielt und mit rechts auf G\u00fcrtelh\u00f6he eine Nase und den rechten Fu\u00df weit, sehr weit hoch stellte und mich nach oben dr\u00fcckte. Langsam, ganz langsam, nicht das Gleichgewicht verlieren. Sah bestimmt cool aus, war bestimmt nicht der Idealweg, aber ich war \u00fcber die Platte weg. Danach weiter links halten, sonst kommt man \u00fcber eine 7er Stell und dann am Gipfelbuch, wo ich Mario und das Kletterdorf.de verewigte.<\/p>\n<p>Danke Mario, war echt nett von Dir, gerne wieder.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Fels ist schon wirklich etwas Besonderes. 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