{"id":877,"date":"2011-04-05T09:57:41","date_gmt":"2011-04-05T07:57:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.omniro.de\/Gipfelbuch\/blog-jr\/?p=877"},"modified":"2011-04-05T09:57:41","modified_gmt":"2011-04-05T07:57:41","slug":"anfang-april-in-der-frankischen-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.omniro.de\/Gipfelbuch\/blog-jr\/2011\/04\/anfang-april-in-der-frankischen-schweiz\/","title":{"rendered":"Anfang April in der Fr\u00e4nkischen Schweiz"},"content":{"rendered":"<p>Der Klimawandel machts m\u00f6glich: 27 Grad Anfang April im Rhein-Main Gebiet. Uns zieht es in die Fr\u00e4nkische Schweiz. &#8220;Nur&#8221; 23 Grad, aber das k\u00f6nnen wir gerade noch durchgehen lassen.<br \/>\nWir entscheiden uns f\u00fcr die J\u00fcbil\u00e4umswand direkt \u00fcber der Wisent. Der Weg f\u00fchrt \u00fcber eine kleine Br\u00fccke und dann am Flu\u00df entlang. Malerisch. Die felsen sind trocken, der Andrang gro\u00df. Um un erst einmal warm zu laufen gehen wir eine ganz einfach Route (alles andere war auch besetzt) und weil dann immer noch alles besetzt ist und noch mehr an den Fels streben, starten wir mit einer 6. Nicht einfach und nach der langen Hallensaison ungewohnt. Holger tut sich schwer. Trotzdem eine nette Tour.<br \/>\nBeim ablassen versuche ich Toprobe gesichert die 7. Doch die ist wirklich kniffelig. Reine Platte und kaum erkennbare Strukturen. Ich tropfe zweimal ab und komme dann doch \u00fcber die Platte.<\/p>\n<p>Danach die 7- nebenan.\u00a0 Die ruiniert mich schon am Anfang des Tages. Ich gehe \u00fcber rechts (Ist das noch die Route?) quere unter dem 2ten Haken nach Links, komme aber nicht an den dritten Haken. Ich fluche munter vor mich hin. Sp\u00e4t erkenne ich den Zielgriff, ein fettes Loch f\u00fcr beide H\u00e4nde, dann ist alles ganz einfach. Die Route hat was. Die Schwierigkeit \u00fcberfordert mich aber nach 10 Stunden Autofahrt.<\/p>\n<p>Mittlerweile ist es so voll, dass wirklich alle Route besetzt sind und es kommen weitere Kletterer.<br \/>\nWir brechen ab und entscheiden uns nach Leupoldstein oder Betzenstein zu fahren. Dort fuhren wir zwei Stunden vorher vorbei und es waren keine Kletterer zu sehen.<\/p>\n<p>An der Leupoldsteiner Wand sind zwei andere Seilschaften, es ist erstaunlich ruhig, schattig &#8211; ja, so sollte das sein.<br \/>\nWir verlagern uns auf Genu\u00df und klettern die selbst abzusichernde XY (5). Ein paar Firends, ein paar Haken. Dauert alles viel l\u00e4nger, machta ber ungleich mehr Spa\u00df. Die Schwierigkeit ist Nebensache. Einfach herrlich!<\/p>\n<p>Dann, direkt daneben eine 6. Die nehmen wir doch mit.<br \/>\nUnd dann kam das Erwachen. Von Genu\u00df keine Spur. Ein kleiner \u00dcberhang. Keine Griffe zu sehen. Ich habe nach Minuten das Gef\u00fchl in einer 8 zu stehen. Kleinste Leisten und nichts zu sichern, nicht mal eine Eigensicherung l\u00e4sst sich platzieren. Ich stehe zwei Meter \u00fcber dem ersten Haken und komme nicht an den 2ten. M\u00fchsam h\u00e4nge ich an ein Winzloch einen 0,5er Friend, der aber nur mit einer Seite richtig greift. Der soll halten?. Ich quere unterhalb des 2ten Haken und finde ein abgerundetes Loch f\u00fcr den rechten F\u00fc\u00df und zwei Leisten f\u00fcr die H\u00e4nde. Das soll eine 6 sein? Die Beine bekommen den Zittermann. Links greife ich in einen Ri\u00df. Geh\u00f6rt der schon wieder zu der 5 daneben. Ich will ihn nicht nehmen. Sp\u00e4ter erkennen wir, dass der wohl zu der Route geh\u00f6rt und ohne auch gar nichts geht. Ich komme jetzt an den Haken &#8211; Sicherung, aufatmen. Der Friend hatte \u00fcbrigens tats\u00e4chlich gehalten. H\u00e4tte ich nicht gedacht!<br \/>\nFluchen. Zwei Meter ablassen. jetzt will ich das noch mal klettern. Und siehe, wenn man die Stellen kennt, ist es einfacher. Aber immer noch keine 6. Dazu sind die L\u00f6cher zu ausgetreten und rund. Um zu klippen mu\u00df man einem Auflegerloch vertrauen. Nicht sehr spa\u00dfig. Danach kommen nur noch gem\u00fctlich fette Griffe. Das ist dann eher unter 6.<br \/>\nNochmal ab und nochmal geklettert. Und dann geht es pl\u00f6tzlich. So kann man aus einer 6 eine mindestens 7 machen \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Wir packen zusammen und gehen in den mittlerweile leeren Kessel. 17 Uhr. Kein Mensch mehr am Leupoldstein. Wie herrlich!<\/p>\n<p>Als erstes Gourmet (6). Ich bin fertig und die Plaisirroute wird m\u00fchsam. Ich finde die dicksten L\u00f6cher nicht, ich k\u00f6nnte auf der Stelle einschlafen. Seit drei Uhr morgens unterwegs. Jetzt ist es 18 Uhr. M\u00fche mich hoch. Dann Holger im Nachstieg, um ein paar Bilder zu knipsen. Anschlie\u00dfend noch ein 4 irgendwas. Sogar dazu bin ich zu m\u00fcde. Nicht die Kraft fehlt &#8211; ich kann nur kaum noch geradeaus gucken. Holger klettert noch ein 5. Dann ist Schlu\u00df. Ich passe. Ich brauche dringend etwas zu essen und zu trinken und eigentlich eine Stunde Schlaf.<br \/>\nWir genie\u00dfen das reichhaltige Essen in Engelhardsberg und rauschen noch zwei Stunden \u00fcber die Autobahn bis nach Hause&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Klimawandel machts m\u00f6glich: 27 Grad Anfang April im Rhein-Main Gebiet. Uns zieht es in die Fr\u00e4nkische Schweiz. &#8220;Nur&#8221; 23 Grad, aber das k\u00f6nnen wir gerade noch durchgehen lassen. Wir entscheiden uns f\u00fcr die J\u00fcbil\u00e4umswand direkt \u00fcber der Wisent. Der Weg f\u00fchrt \u00fcber eine kleine Br\u00fccke und dann am Flu\u00df entlang. Malerisch. 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