{"id":967,"date":"2011-05-27T11:42:12","date_gmt":"2011-05-27T09:42:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.omniro.de\/Gipfelbuch\/blog-jr\/?p=967"},"modified":"2011-05-27T11:57:16","modified_gmt":"2011-05-27T09:57:16","slug":"brohmfels-wieder-mal-biestig","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.omniro.de\/Gipfelbuch\/blog-jr\/2011\/05\/brohmfels-wieder-mal-biestig\/","title":{"rendered":"Brohmfels: Wieder mal biestig!"},"content":{"rendered":"<p>Wenn ich mir meine Finger heute anschaue, sehe ich, dass der Brohmfels wieder biestig war. Er wehrt sich gegen jede Begehung.<br \/>\nDer Kampf Natur gegen Mann. Oh, wie heroisch!<\/p>\n<p>Aber im Ernst: Der Brohmfels war nach einem Regengu\u00df na\u00df, die Moose standen bauschig und vollgesogen, sogar da, wo kein Regen hin kam, hat die Luftfeuchtigkeit den Moosen genug Feuchtigkeit beschert.<br \/>\nWir machen uns wieder am Muskelschinder warm. Anschlie\u00dfend gehe ich im Vorstieg <strong>Kante 6-<\/strong> hoch. Oben na\u00df und glitschig, ist es nicht einfacher geworden. Dann will ich an den einzigen Haken in der linken Wand, der aber 30 cm zu hoch h\u00e4ngt. Dazu ist die Wand \u00fcberh\u00e4ngend, der Sturzraum gef\u00e4hrlich. Ich benutze erstmals Beals Panic Exxe und bin safe. Jetzt boulder ich die Problemstelle des <strong>Viererweg 7-<\/strong> aus. Den hat man schon 1948 begangen???? Unglaublich. Das sind nur drei Z\u00fcge, aber die haben es in sich. Ich suche mir einen Wolf und finde keine Griffe. Wir entscheiden uns f\u00fcr Toprope. Von oben kommend putze ich erst mal. Und siehe da, da sind Griffe. Unter einer Moosschicht oder dicken Blattresten, Stengeln und ersten Humusstellen, tauchen griffige Felsspitzchen hervor. Scharf und borstig, wiederspenstig, wie ein Igel auf Abwehr. So klettert es sich auch.<\/p>\n<p>Ich boulder die Strecke, teste erste Griffolgen. Geht nicht. Wo sollen denn die F\u00fc\u00dfe hin? Holger verweist auf ein &#8220;Dreieick&#8221; rechts. Dort kann man mit dem Daumen in einem Loch, einen Griff umfassen. Rechts ein Zangengriff. Der linke Fu\u00df im Ri\u00df auf einem losen Stein (&#8220;&#8230;der h\u00e4lt noch 1000 Jahre&#8221;), der rechte in einem kleinen Loch aufgelegt.<br \/>\nAnstellen und mit der rechten Hand weit nach oben.<\/p>\n<p>Krack. Das geht auf die Finger, zieht sogar die Hornhaut ab. Linke Hand direkt daneben. Jetzt tut es weh. Und wech&#8230;<br \/>\nN\u00e4chster Versuch: Wieder rechts. Den Schmerz kenn ich nun schon. Diesmal links nach weiter au\u00dfen. Der Griff dort ist runder, aber man kann ihn nach au\u00dfen ziehen.<br \/>\nUnd h\u00e4lt!<\/p>\n<p>Rechter Fu\u00df in den glatten Ri\u00df, linker in ein Dreieck in der Mitte, schr\u00e4g ansetzen und hochschwingen zum n\u00e4chsten Anbsatz. Beim dritten Versuch gelingt es.<br \/>\nAb hier geht es um den Ausstieg, aber da oben habe ich nicht geputzt. Das machen wir dann beim n\u00e4chsten Mal.<\/p>\n<p>Zum Abschlu\u00df noch die <strong>Schleierkante 6<\/strong> oder auch die <strong>direkte Schleierkante 6<\/strong>. So recht k\u00f6nnen wir die nicht auseinanderhalten. Beiden ist wohl gleich, dass man viele Griffe nur nach rechts oder links ziehen kann und dementsprechend durch die Route eiert. Dazu glatt und speckig und leicht \u00fcberh\u00e4ngend. Eigentlich eine nette Route und mit 6 die erste hier, die \u00fcberbewertet ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn ich mir meine Finger heute anschaue, sehe ich, dass der Brohmfels wieder biestig war. Er wehrt sich gegen jede Begehung. Der Kampf Natur gegen Mann. Oh, wie heroisch! 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