Der Vorstand der Evangelischen Kirchengemeinde Egelsbach schließt sich der Erklärung gegen Rechtsextremismus an, die die 11. Synode der EKHN auf ihrer Herbsttagung im November 2011 beschlossen hat.
Erklärung der Synode der
Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau zum Rechtsextremismus
Selig sind, die Frieden stiften, denn sie werden
Gottes Kinder heißen. (Matthäusevangelium 5,9)
I
Wir sind entsetzt und beunruhigt über das Ausmaß des Rechtsextremismus in Deutschland.Mitten unter uns werden Menschen von Rechtsextremisten eingeschüchtert, bedroht undsogar ermordet. Wir sind wütend und traurig. Unser Mitgefühl und unsere Solidarität geltenden Opfern rechtsradikaler Gewalt und ihren Angehörigen.
Seit Jahren wird der Rechtsextremismus unterschätzt und verharmlost. Wir müssen zurKenntnis nehmen, dass menschenverachtende Einstellungen nicht nur an den Rändern der Gesellschaft vorhanden sind. Wir bekennen, dass wir mit unserem Widerspruch in der Vergangenheit nicht deutlich genug waren.
II
Wir sagen Ja zur Vielfalt unserer Gesellschaft. Wir wollen ohne Angst verschieden sein undsehen daher in den Anderen keine Bedrohung. Diese Vielfalt hat ihren Grund in GottesSchöpfung und in der Gottesebenbildlichkeit aller Menschen. Daher setzen wir uns ein füreine Gesellschaft, in der Menschenwürde und gleichberechtigte Teilhabe zusammengehören.
Wir widersprechen allen, die einen Keil hineintreiben in die Humanität unserer Gesellschaft.Das Nein zum Anderen ist Sünde. Menschenwürde und sozialer Ausgleich gehören zusammen.Sozial- und Integrationspolitik müssen eng miteinander verknüpft werden.
III
Wir unterstützen den Protest gegen Rechtsextremismus, und wir unterstützen alle zivilgesellschaftlichen und kirchlichen Initiativen, die sich für Demokratie und Menschenwürde einsetzen.
Wir danken allen, die sich in diesem Sinne bereits bisher engagiert haben. Wir ermutigen Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen zur Zivilcourage und zu Projekten gegen Rassismus und Antisemitismus.
Wir sind gewiss: Auf Gewalt ruht kein Segen. Das sagen wir mit Nachdruck denen, die von rechtsextremem Gedankengut geprägt sind. Und wir rufen ihnen zu: Schluss mit diesem menschenverachtenden Tun!

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