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Kreuz wieder aufgestellt

Das Kreuz, dass schon kurz nach der Kibiwo geschändet wurde, konnte heute im Gottesdienst wieder der Gemeinde präsentiert werden.
Im Weihnachtsliedersingegottesdienst konnte es bewundert werden, anschließend zog die Gemeinde mit dem Kreuz durch das ganze Ort bis zum Bruchweg.

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3 comments to Kreuz wieder aufgestellt

  • Christina

    Danke für die schönen Bilder! …und Danke an die Pfadis für die Versorgung mit wärmenden Getränken!!! Schön, dass so viele Leute das Kreuz begleitet haben auf dem Weg an den See.

  • Peter

    Es würde mich mal interessieren, wer diese Kreuze aufstellt und nach welchen Kriterien die Aufstellungsorte ausgewählt werden. Ich weiß nicht, ob es sich dabei um Privatgrundstücke handelt, aber der See an der Waldhütte ist mir als sehr öffentlich zugänglicher Ort bekannt.
    Falls es sich tatsächlich um öffentliche Grundstücke handelt, würde ich gerne fragen, mit welcher Rechtfertigung religiöse Symbole an besagten öffentlichen Orten aufgestellt werden. Mich stören die Kreuze nicht weiter, aber ich finde das rein aus Prinzip nicht OK.

  • Martin Diehl, Pfarrer

    Lieber Peter,
    vielen Dank für Deine Anfrage zur Geschichte der Holzkreuze. In Kürze: Während der Herbsferien 2010 haben Kinder der 6. und 7. Klassen drei bunte Holzkreuze gestaltet. Mit Symbolen des Lebens zu den Themen: Glaube, Hoffnung, Liebe, Gemeinschaft und “das reine Herz”. Die Kreuze wurden mit Friedenstauben, Regenbögen und auf den jeweiligen Standort bezogenen Psalmversen bunt und lebensbejahend. Wir haben sie am Fernwanderweg in den Wingerten, am Bruchsee und auf dem Rodelberg im Brühl aufgestellt. Alle drei Standorte sind öffentliches Gelände. Selbstverständlich haben wir vor der Aktion den Gemeindevorstand um Genehmigung gefragt, die uns auch erteilt wurde.
    Aber Deine Vermutung stimmt: Es gibt Menschen, die sich an diesen Kreuzen an diesen Orten gestört fühlten und fühlen. Das Kreuz am Bruchsee wurde nach nicht mal einer Woche abgesägt und in den See geworfen. Wir haben es wieder aufgestellt. Es wurde ein totes Huhn an das Kreuz genagelt und das Kreuz wurde heftig mit einer Axt bearbeitet. Es steht jetzt vor unserer Kirche. Dort steht auch das Kreuz, das in den Wingerten stand. Es wurde gewaltsam umgelegt. das Kreuz auf dem Rodelberg im Brühl wurde merhfach mit großen und kleinen Hakenkreuzen geschändet. Es steht aber noch an seinem Ort. An den Standorten Burchsee und Fernwanderweg stehen jetzt einfache Holzkreuze. Die sollen zeigen, dass wir der plumpen Gewalt nicht weichen, die Seelen der Kinder – die mit viel Liebe drei Kreuze gestaltet hatten – aber nicht weiter verletzten lassen wollen.
    Übrigens gibt es auch Menschen, die sich – ähnlich wie Du – fragen, ob religiöse Symbole im öffentlichen Raum nicht fehl am Platz sind. – Vom Gemeindevorstand wissen wir, dass es mehrere (also mindestens 2) Briefe gibt, in denen Mitbürger den Gemeindevorstand auffordern, seine Genehmigung zur Aufstellung der Kreuze im öffentlichen Raum zurückzuziehen. Wir sind da in der Diskussion und es ist gut, wenn wir diese Diskussion auch öffentlich führen.
    Ich als Pfarrer sehe die Sache natürlich anders als Du. Der Glaube ist keine Privatsache, die hinter Kirchenmauern eingeperrt gehört. Schließlich haben wir den Auftrag, der Welt eine frohe Botschaft zu verkünden … Vor allem aber finde ich, dass unsere Welt und damit auch Egelsbach voll ist mit Symbolen der herrschenden Konsumreligion (vom großen McDonalds “M”, das über Egelsbach leuchtet bis zum Fraport gesponserten Fliegerdenkmal am Bruchsee…), dass es nicht verkehrt sein kann der allgegenwärtigen Aufforderung zum Tanz um das Goldene Kalb ein Symbol des barmherzigen und Leben schenkenden Gottes gegenüberzustellen. – könnte im schlimmsten Falle zum Nachdenken anregen.
    Vielen Dank noch mal für Deine Anfrage. Wir werden uns um breitere öffentliche Diskussion bemühen.
    Martin Diehl, Pfarrer

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