Zum Abschluß noch einmal in den Kessel. Morgens war es am Leupoldstein so voll, dass man kaum den Boden sehen konnte. Überall Menschen, Seilsäcke, Rucksäcke.
Jetzt ist er komplett leer.

Wir klettern den Brownriß und die Gourmet und den Herrenschneider.

Die Stimmung ist super, wir albern am Seil herum – der Tag bräuchte nie vergehen. Aber die Heimfahrt zwingt uns dann doch um 17h abzubrechen.


Der Kessel am Leupoldstein ist eigentlich immer überfüllt. Kids klettern durch die Höhle, Eltern mit Kleinkindern finden auf der nahegelegenen Wiese die Möglichkeit ihr Lager aufzuschlagen. Demenstprechend voll ist es manchmal. Umso schöner, dass nachmittags hier niemand mehr war.


Die Kids übten den Vorstieg am Brownriß 5-. Hierzu hängte ich an jeden Haken noch eine Bandschlinge ein. So waren die frei zu kletternden Stück kleiner. Der Angstfaktor gering, der Spaßfaktor um so größer. Die Route kann man auf unterschiedlichste Weise klettern, den Nachbarfels mitnutzen oder mehr über die Kante klettern. Im oberen drittel wird es eindeutiger und leichter.


Den Herrenschneider 6+ / 7- hatte ich im vergangenen Jahr schon mühsam geklettert. Und heute zeigte sich, dass das Training sich auszahlt. Zwar hatte ich durch die Routen am Dreistaffelfels schon einige Körner verloren, aber locker und gleichmäßig ging es die Route nach oben, auch die Schlüsselstelle klappte im ersten Versuch. Der Rest ist einfacher.


Holger durfte dann auch in der Route schwitzen und nach getaner Arbeit hingen wir ordentlich ab. Ich hatte selten so viel Spaß beim klettern, wir tollten wie kleine Jungen herum und machten am Seil etlich faxen, sehr zur Freude der Kids.


… die uns dann natürlich in nichts nachstanden!


An der Gourmet 6 ließen wir dann auch das letzte bißchen Kraft. Die Griffe hier sind einfach genial, auch die Züge passen einfach. Wenn man die Route kennt und es trocken ist, kommt sie einem viel leichter als 6 vor! Im unteren Drittel setze ich immer einen Friend – wäre doch blöde, wenn man sich des hohen ersten Hakens etwas tut. Lieber zuviel abgesichert, als zu wenig. Noch dazu, wenn ein Sturz bis zum Boden möglich wäre…

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