Pfalz – Aber wohin?

Mir fällt gerade mein alter Kletterführer “Südpfalz” in die Hände. Da muss es doch etwas neueres geben. Überrascht stelle ich fest, dass man für den Daiger-Cron schon Liebhaberpreise zahlt. So schlecht scheint er nicht zu sein. Merkwürdig, dass es nichts aktuelleres gibt.

Ein Bild, das dabei lag, zeigt den Asselstein und erinnere mich an meine wenig glorreiche Zeit dort.
Ich hatte in der einzigen Kletterhalle dieser Zeit (1990) in Neustadt einen Pfälzer Buben (geschätzte 2 Meter und mindestens genauso breit, schwarze Zottelmähne, Dauergrinsen) kennengelernt, der mir von der einzig wahren Kletterei vorschwärmte: roter Sandstein!

Der gute Mann wohnte direkt an einem in keinem Führer genannten Fels und ging nach eigenen Angaben jeden Mittag nach der Arbeit klettern. Ein, zwei Stunden. Für mich der absolute Traum. Ich hatte keinen Kletterpartner, kannte auch niemand der kletterte und hoffte, der gute Mann würde mir das “wahre klettern” zeigen. Wir verabredeten uns, ich nahm mir extra frei, leider konnte er dann nicht – ich fuhr dann alleine hin, denn zu meiner aktiven Bumerangzeit hatte ich nicht allzuviele freie Wochenenden.

Da er vom Asselstein geschwärmt hatte steuerte ich diesen zuerst an. Kein Mensch weit und breit. Es war trocken, sonnig aber kalt und gefroren. Ich kletterte ein wenig herum und hatte sofort ein ungutes Gefühl. Der Fels zerann unter meinen Fingern. Jeder Griff fühlte sich unsicher an. Ich war total eingeschüchtert. Und als dann andere Kletterer auftauchten traute ich mich nicht zu fragen, ob ich mitklettern könnte.

Ich fuhr noch zum Trifels und dann völlig  entnervt nach Hause.

Tja und so wartet meine erste Route in der Pfalz also seit 10 Jahren auf mich und dieses Jahr wollen wir mal dort hin. Noch haben wir keine Ahnung wo wir anfangen wollen, aber ein netter Kerl aus der Kletterhalle hat uns versprochen uns ein paar Einstiegstips zu geben. Mit Sandstein habe ich mich mittlerweile angefreundet, aber ich bin trotzdemgespannt auf die Pfalz.

Den Kletterladen und die anschließende Kletterhalle in Neustadt gibt es wohl schon nicht mehr, den roten Sandstein schon.

Sicherungsfehler: Tube festhalten

Letztens in der Kletterhalle:
Ich bewundere zwei junge Kerle. Drahtisch, athletisch, coole Kletterhose, Tank top (früher hätten wir Unterhemd dazu gesagt)
Der Vorsteiger legt in einer Route los, die nach 8 oder mehr aussieht und sofort im Dach anfängt. Ein paar Griffe und er ist über das Dach hinaus, meinen Blicken entschwunden.
Wir trödeln in einer 5er Route herum, Holger lässt sich Zeit, und ich habe die Gelegenheit dem Sichernden von der Nachbarroute zuzuschauen.
Der Vorsteiger ist flott unterwegs. Sehr flott. Sein Partner kommt kaum mit dem Seil herausgeben nach. Was ich da sehe, erstaunt mich. Ich bin nun wahrlich nicht der Kletterpapst und es gibt viele, die noch viel länger klettern. Aber nach mehr als 20 Jahren, habe ich mir angewöhnt, neue Techniken zu hinterfragen und abzugucken, zu lernen und vielleicht zu übernehmen. Was der Sichernde da macht, habe ich so noch nie gesehen und schien mir fragwürdig, aber vielleicht hat das bei diesem Tube einen tieferen Sinn, oder gibt es ein Geheimnis, dass sich mir noch nicht erschlossen hat.
Der Vorsteiger kommt oben an, der Sichernde lässt ihn fix ab und beide stehen grinsend neben mir, bis ich die beiden Anspreche.
„Sag mal,“ frage ich, „so habe ich ja noch nie jemand sichern sehen. Das ging ja super schnell, wie du das Seil ausgibst. Ich lerne ja gerne neue Methoden dazu. Diese kenne ich noch gar nicht. Aber was machst Du eigentlich, wenn der Vorsteiger genau in dem Moment fällt, während du das Seil aus dem Tube ziehst und mit der anderen den Blockiermechanismus manipulierst?“


Lächeln beim Sichernden. Wieso blockieren? Daran habe er noch nie gedacht. Er wolle halt schnell Seil geben und das hätte ihm mal einer in der Schweiz so gezeigt und seit dem mache er das so.
Derweil lächelte der Vorsteiger nicht mehr. Der war plötzlich ziemlich blass geworden. „Wie, du ziehst den Tube mit einer Hand hoch, und die andere zieht das Seil aus. Und mit was hältst Du die Sicherung? Wie soll der denn zu machen?“
Die Luft um uns herum war ganz plötzlich ziemlich warm geworden. Und die Köpfe der beiden Freunde ziemlich rot. Der eine aus Wut und Unglaube, der andere aus Scharm.
Also, keine neue Technik und nix neues zu lernen, aber zwei Kletterer, die ab jetzt wieder sicherer unterwegs sind. Ich hatte vorher einen kurzen Moment den Gedanken, meinen Mund halten zu sollen. Aber es hat sich wieder mal gezeigt, dass es sich durch aus lohnt, auch bei wesentlich besseren Kletteren mal auf einen Fehler hinzuweisen. Auch, wenn man meint, das stünde einem nicht zu.
Jetzt könnt ich noch von einer ganzen Reihe von wirklich viel besseren Klettern erzählen, die den GriGri immer noch mit der linken Hand blockieren….
Aber irgendwann traue ich mich auch bei denen mal nachzufragen…

Schriesheim

Schriesheim Clou 7-Mitte November, Schriesheim. Wenn die Sonne scheint, wird es dort genial warm. Samstag war so ein Tag. Also alles für Sonntag geplant. Sonntag kommt. Der Himmel ist bedeckt, die Autos sind regennaß.
Doch in die Halle? Holger beschließt trotzdem zu fahren. Schon auf dem Weg lockern die Wolken auf und als wir im Steinbruch sind, kommt die Sonne heraus.

Wir starten auf der obersten Ebene im Andreas Franz Gedächtnisweg 6. Eine wunderbare Route. Oben am Riß besteht die Schwierigkeit, den rechten Fuß im Riß hoch genug zu treten, dann reicht es, um nach oben zu greifen.

Wir machen eine Nachstiegsroute daraus und üben das sichern. Holger folgt, ich seile ab und gehe die Route im Nachstieg. Wir müssen unbedingt den Standplatzbau üben. Das geht noch nicht flüssig genug.

Anschließend der Herbstweg 6 nebenan.
Deutlich einfacher und locker zu klettern. Vorm Umlenker den schwereren Weg über den Block genommen. Macht einfach mehr Spaß.

Wir schauen uns den Clou 7- an. Eine tolle Linie an einem ausgesetzten Fels. Leider besetzt. So versuche ich die einfache Route 5+/6- nebenan.
Schon der Beginn ist schwer. Der erste Haken in 5 Meter. Einfach, aber ungesichert. Dann geht es weiter, am Überhang vom Terrorist vorbei. Katastrophal. Die Luft wird plötzlich etliche Grade kälter. Nebel zieht über die Ebene auf, die Sonne verschwindet hinter Wolken. Sofort wird der Fels nass und rutschiger. Ich stehe vor einer Reibungsfläche ohne Griffe und Zentimeterleisten. Von wegen Brücknerkante 6-. Der Weg wird immer brüchiger und die Hakenabstände noch weiter. Ich setze einen 0,5er Friend und fühle mich wohler. Es kommt noch schlimmer. Jetzt ist gar nichts mehr zu erkennen. Gefühlt in den 8tern. Ich weiche nach rechts aus, da ist ein Haken. Gehe aber wieder nach links. Der nächste Fehler. Wäre ich da weiter gegangen, wäre ich wieder im Brückner gewesen. So mache ich es mir noch mal richtig schwer und bin froh es irgendwann geschafft zu haben. Aber die Route hat zuviele Körner gekostet.

Jetzt noch in die Clou??
Na sicher. Um den Jungs unten meine tolle Technik zu zeigen mache ich mir das Leben schwer und wechsele früh aus der Verschneidung an den zweiten Haken. Kostet wieder Kraft. Die wird mir dann fehlen…

Und genau so kommt es. Von wegen tolle Technik. Der dicke Hintern zieht unweigerlich nach unten, die Hände sind müde und Griffe, die ich sonst locker gehalten hätte, werden zum Alptraum. Die Schlüsselstelle im unteren Bereich, ist eine kleine Kante. Ein einquadratmeter großes Felsstück steht 10 Zentimeter vor der Platte, rechts davon ein paar schmale Leisten für die Füsse, direkt unter dem Vorstand, eine Leiste für den linken Fuß. Der Block wird rechts und links außen gefasst und wie eine Zange gedrückt, dann mit dem rechten Fuß anstellen und mit links auf den Riß am oberen Ende.
ich probiere es die ersten drei Male mit rechts und einem kleinen Loch und versuche von dort in den Querriß. Das geht schief. Drei ordentliche Stürtze sind die Folge und die Kraft nimmt weiter ab. Beim vierten Versuch mache ich es richtig, bin aber nun so platt, dass auch an guten Griffen die Finger nicht mehr wollen. Ich klettere dem Riß entlang, setze mehr schlecht als recht einen 2er Camalot. Eigentlich zu klein. Bin fertig, schwitze trotz Kälte wie ein Schwein, klemme, kämpfe, wuchte mich nach oben, bis ich einen guten Haken habe. Pause.
Dann geht es leichter zu machsten und übernächsten Haken. Der letzte liegt vor mir und ich erinnere mich, dass im Topo die Route nach rechts wechselt. Der nächste Fehler an diesem Tag. Dort sehe ich einen Haken an der Wand neben der Clou und nehme diesen. Jetzt komme ich nicht mehr auf den Fels zurück und wundere mich, denn hier ist nur ein 30 Zentimeterriss, den man kaum packen kann. Ich klemme, Faust, Bein, Knie. Nichts geht. Kein Griff in der Nähe. NICHTS. Nicht mal eine Leiste. Das kann doch nicht sein. Ich spreitze auf die Wand an der rechten Seite. Fast im Spagat, komme ich einige Zentimeter nach oben. Der Schweiß rinnt in Strömen, klemmen, spreizen. Nach ´gefühlten Stunden packe ich endlich wieder mal einen Griff und komme zur eigentlichen Route zurück.

Später sehe ich Holger, der locker die letzten Meter auf der Platte nach oben geht. Man kann es sich einfach auch schwer machen.

Na, nächstes Mal wirds besser. Und dann kommt die Route sicherlich nicht ganz am Schluß.

Hohenstein zum Saisonabschluß

November und 20 Grad, dann muss alles andere hinten anstehen und ich gehe noch einmal draußen klettern.
Leider kann Holger nicht, also gehts zum Hohenstein, dort kann ich mit Selbstsicherung auch alleine klettern.

Um 8:30 Uhr bin ich am Fels. Sonst niemand weit und breit. Andere Kletterer trudeln erst nach 10 Uhr ein. Bis dahin gehört der fels mir alleine.

Hohenstein Nordseite ohne Blätterdach

Ich klettere mich warm, noch ist es nur 7 Grad, aber der herrliche Granit und die Herbstsonne wärmen mich.
In der Quarzwandverschneidung 6+ bin ich dann richtig fit und selbst erstaunt, wie einfach ich die Route schaffe. Habe ich irgendwelche Griffe zu Hilfe genommen, die nicht zur Route gehören? Ähnlich geht es mir im Quarzwändchen 7+. Aber da bin ich mir fast sicher, dass ich zu weit links kam und es mir so leichter gemacht habe.
Aber ich klettere aus Spaß und genieße es, verschwitzt oben auf dem Fels zu stehen. Die herrliche Ruhe, die Vögel über mir, kein Flugzeug oder Autolärm. Sensationell.

Später kommen Kletterer und einer sichert mich am Großen Überhang 7-/7.
Wir diskutieren, ob man die gerade Linie gehen kann und ich erwidere, dass ich in all den Jahren nie jemand gesehen habe, der den rechten Stein vor dem Ausstieg (Die Sprungschanze) nicht habe mitbenutzt hat. Warum auch nicht? Es soll ja “nur” eine 7 sein.
Als ich unter dem letzten Riß angekommen bin, sehe ich die Linie. Erst auf dem Absatz aufstellen, beide Hände in den Riß, dann an den Doppelgriff in der Mitte. Füße an der glatten Wand (zwei 2mm Minikanten für die Füße) und dann kommt rechts (!) ein Loch für die rechte Hand und mit Links auf die oberste Kante.

Ich nehm sogar noch den linkenb Fuß zum hooken und wuchte den viel zu schweren Körper über die Kante.

Ok, war Nachstieg, dem neuen Kollegen am Seilende habe ich den Vorstieg nicht zugetraut, aber so geht es und beim nächsten Mal nehmen wir die Sicherungen einfach mit.
Zwei Friends und der linke Haken sollte funktionieren.

Nach neun Routen fahre ich müde und zufrieden nach Hause.

Winterpause. Das nächste Wochenende hab ich erst im Dezember wieder Zeit. Mal sehen, wie das Wetter wird.

Kletterunfall am Hohenstein

Es sollte ein schöner Klettertag werden. Der 3. Oktober mit viel Sonne, stahlblauen Himmel, sommerlichen Temperaturen. Seit Tagen ist es wärmer als im Sommer. Endlich draußen klettern. Wir planten einen Familientag mit Slackline, Kastaniensammeln, Kaffee und Kuchen.

Um 11 Uhr waren wir am Fels und richten die erste Route ein. Der Weg der Jugend 5-. Die Haken hängen am Hohenstein durchaus hoch und an mancher Stelle lässt sich nichts absichern. Und so einfach die Route auch ist, die Angst sitzt einem im Nacken. Schon komisch. Auch wenn man deutlich besser klettert ist das immer wieder ein neues Gefühl.
Die Kids sind derweil Kastanien sammeln und tauchen nicht auf, also wechseln wir in das kleingriffige Wändchen 5. Es ist einfach eine nette Route.

Nebenan diskutieren zwei Mädchen und ein Junge, ob sie Toprope oder Vorstieg klettern. Die junge Frau wirft dann am rechten Fensterrahmen das Seil herunter und seilt sich ab. Auch das ist immer nicht ganz so einfach. Wenn ich das dort oder am direkten Überhang mache, habe ich mittlerweile immer eine Hintersicherung angemacht. Die Prusik sichert, sollte ich das Seil aus den Händen verlieren.
Das Mädel steigt über die Klippe und da der Haken direkt unter ihr am Boden angebracht wird, ist der erste Schritt immer schwierig. Und tatsächlich sie knallt an die Wand. Hält aber ihre Seile. Ein paar Schrammen hat es gegeben.

Wir klettern derweil den direkten Überhang 7-/7 und kommen mit den Gruppen um uns ins Gespräch. Die Mädels und der junge Mann klettern dann doch nicht die direkte Speckplatte 5+, sondern nehmen den Ausstieg vorher (Speckplatte 5). Ich beobachte sie eine Zeitlang, das blonde Mädel und ihre Rastlocken Freundin haben viel Spaß und klettern zügig und sind offenbar öfters am Fels oder in der Halle.

Der direkte Überhang im Vorstieg fordert mich wieder mal ganz. Die Sicherungshaken links bekomme ich noch gut, dann muss ich an die zwei Griffe in der Mitte queren und die Kraft ist eigentlich schon weg. Hängen geht nicht. Das Seil zieht nach links. Ich spreize gegen die “Sprungschanze”. Ein felsstück auf der Vorderseite, der an eine Skisprungchance erinnert. Nächster Versuch. Holger gibt zu wenig Seil, ich komme nicht an den Knubbel vor dem Abschlußgriff. Noch mal hängen. Beim dritten Versuch sind beide Hände völlig verkrampft, ich hake sie einfach an die Griffe an der obersten Kante und hoffe, dass die Finger nicht aufgehen. Wuchte mich über die Kante und bin oben. Pumpen, pumpen, liegen und freuen. Die Finger gehen eine Zeitlang gar nicht auf. Dann Seile ich mich ab und versuche nicht den Fehler des Mädels an der Nachbarroute zu machen. Da Holger mich hält und ich nicht selbst abseile, ist das viel einfacher (obwohl ich der Stelle gerne abseile, denn man hängt so schön im Freien und kann die Einsatzkommandos im Krimi schnell abseilen – Ruuuuuuusch)

Holger klettert im Nachstieg. Das macht die Route aber nicht unbedingt leichter. Man hat zwar mehr Ruhe, aber vor dem letzten Griff kommt man immer mit dem von oben kommenden Seil in Konflikt.

Anschließend holen wir noch einen völlig verbogenen Friend aus der Wand. Den zeige ich demnächst. Der Friend steckte völlig aufgespannt in einem Felsband und schon etliche haben offenbar versucht ihn mit Gewalt zu lösen.
Warum ich ihn nicht habe hängenlassen, werde ich gefragt. Man hätte ihn doch gut als Zusatzsicherung im unteren Bereich nehmen können. Ich erzähle von meinem Sturz am Röthel und dass ich fremdes Material, dass nicht sicher ist, jetzt immer rausnehme. Stellt euch vor, da hängt sich einer rein und das Ding fällt plötzlich aus der Wand.
Ne, dann nehmt lieber euren eigenen Friend mit und setzt ihn ordentlich und sichert mit dem. Das ist eine vermeintliche Sicherheit, die böse enden kann.

Wir klettern  noch das linke Fenster und mit ein paar Friends richte ich die (schöne) Route ein. Das ist heute ein Plaisirfestival.
Endlich wollen auch die Kids mal klettern. Aber nach einer Route ist der Spaß schon vorbei. Egal, dann klettern wir noch auf der Vorderseite des Hohensteins die Quarzwandverschneidung 6+.

Wir unterhalten uns mit dem Pärchen, das gerade dort klettert und mit Erstaunen sehe ich zu, wie einfach man die Route gehen kann. Ich habe mich nur an die Quarzwand gehalten und bin das letzte Mal völlig verzweifelt. Jetzt greift der Mann einfach die Zacken rechts beim Darmstädter Weg und schwups ist er oben. Klar, so geht das.

Oben angekommen, gibt es Stress mit einem Kletterer, der verhindert, dass eine Seilschaft sich am Ring direkt abseilt. Aber auch dazu ein anderes Mal mehr. Spielt sich als Sicherungsgott auf, arbeitet aber selbst mit mindestens 10 Jahre alten Exen, und Schlingen. Noch dazu mit selbstgeknoteten Schlingen. Der sollte erst mal bei seiner eigenen Sicherheit anfangen, was ich mir erlaubte ihm auch zu sagen. Mir ging es ja schon einige Male, dass meine alte, ursprünglich gelernte (und damals als richtige) Methode mittlerweile überholt und als falsch eingestuft wurde. Und andere Dinge, die früher verpönt waren, heute als der bessere Weg gelehrt werden. Man muss sich in diesem Sport ständig hinterfragen und bereit sein Neues zu akzeptieren. Nun dieser Zeitgenosse diskutierte fleißig und ich stand gute 10 Minuten herum, bis ich endlich mal in eine Sicherung reinkam. IDIOT!

Endlich abgeseilt, Holger hängt in der Wand, kommt Nadja und ruft, eine Frau sei auf der Rückseite abgestürzt. Ich verständige den Notruf, lasse Holger ab und eile zur Unfallstelle, um Erste-Hilfe anzubieten. Gut, dass ich im Betrieb regelmäßig Schulungen besuchen muss.

Es ist die junge Frau vom Morgen. Sie ist ansprechbar. Ihre Freundin und ein Zuschauer kümmern sich schon um sie. Ich bemühe mich ruhig mit ihr zu reden und rate davon ab sich zu bewegen. Sie war auf den Steiß und den seitlichen Rücken gefallen. Während wir noch reden, hören wir schon die Sirenen. Das gibt ihr wieder Auftrieb und sie wirkt sofort ruhiger. Sie erzählt vom Sturz. Sagt, dass sie zu ihrer ersten Sicherung, die die erste Vorsteigerin gesetzt hatte, kletterte und beim weiterklettern fiel und die Sicherung nicht hielt.

Dann waren auch die Feuerwehr und die Bergwacht da und ich konnte mich guten Gewissens zurückziehen. Jetzt übernahmen die Profis.
Aus mir unerfindlichen Gründen ließ mich der Feuerwehrmann aber nicht gehen; obwohl ich den eigentlichen Unfall ja gar nicht gesehen hatte. Vielleicht lag es daran, dass plötzlich alle Kletterer begannen einzupacken und zu gehen. Der Mann hatte vielleicht das Gefühl, am Ende niemanden mehr da zu haben, der den Vorfall aufklären konnte.
So musste ich warten, bis die Polizei kam und konnte mich mit den Augenzeugen und der Sichernden unterhalten und anschließend noch für die Polizei die Karabiner aus der Wand holen.

Aus dem was gesagt wurde und dem was ich sah und vorfand, ereignete sich der Vorfall so:
Die jungen Frauen kletterten die Route „Weg der Kindheit 4-„
Die Route muss selbst abgesichert werden oder Toprope eingehängt werden. Die erste Vorsteigerin legte in ca. 5 Meter Höhe einen Friend in einen der quer von rechts oben nach links unten verlaufenden Risse. Die zweite Sicherung war ein sehr großer Hexentrics auf ca. 7 Meter, ein weiterer (gigantischer) lag auf  9 Meter und ein weiterer Friend über dem eigentlichen obersten Haken des „Weg der Jugend“ Offenbar wollten die Mädels das Selbstsichern üben, sonst hätten sie den Haken nehmen können.
Die beiden Hexentrics waren übrigens vorbildlich gelegt! Der obere Friend sah auch gut aus.
Einzig die Spalte in dem der untere Friend lag, war nicht optimal. Die Spalte ist nicht sehr tief und erweitert sich an der Stelle nach außen. Dann kam Pech dazu.

Nach Angaben des Augenzeuge fiel das Mädel zweimal in den Friend (oder setzte sich rein) beim dritten Mal kletterte sie eher nach rechts (in Rissrichtung!) als sie viel. Vielleicht hat die Richtung des Sturzes das Herausziehen begünstigt.

Den Friend hatte ich dann noch in der Hand. War glaube ich ein Wild Country in der Größe (geschätzt anhand meiner eigenen Camalots) 0,5. Die Backen sahen gut aus. Öfters benutzt, aber funktionstüchtig, als ich ihn bewegte. Ein Materialfehler war es eher nicht.

Die junge Frau wurde nach einiger Zeit zur Sicherheit in ein Vakuumbett gepackt und mit dem Hubschrauber abtransportiert. Wir alle hoffen, dass es ihr gut geht und sie keine bleibenden Schäden davonträgt.

Auf alle Fälle wurde uns wieder klar, wie dünn der Grat ist, auf dem wir wandeln!

Nachtrag: Die junge Frau kam mit einem Beckenbruch davon.

 

 

Hallenprojekt

Erbärmlich!

Dieser Sommer ist eine einzige Katastrophe.
Wenn ich arbeite, scheint die Sonne. Habe ich Wochenende oder komme früher aus dem Büro. Regnet es.
Wochenlang geht das nun so. Kein einziges Mal im August war ich am Fels.
So vergnügen wir uns seit drei Wochen schon wieder in der Halle und es tut gut!

Letzten Mittwoch dann wollten wir um 4 Uhr doch mal an den Fels. Wolkig, aber nicht Trübe.
Wir kamen bis Darmstadt, dann regnete es. Also doch Halle.

Jetzt habe ich eine böse blaue 7- erobert. Beim ersten Mal tats richtig. Kleine fiese Griffe, alles technisch, dazu Fingerkraft und im oberen Drittel einen abgebrochenen Tritt. Mittlerweile klettere ich die ganz gut, gestern hat sie mich zweimal abgeworfen, weil ich zu hektisch war. Den kaputten Tritt haben sie ersetzt, jetzt ist sie im oberen Drittel viel leichter geworden.

Na, wenn die geht, probieren wir doch die blaue 7+ am Durchgang. Der Respekt riesengroß. Die Erwartungshaltung entsprechend niedrig.
Recht sauber komme ich bis zum ersten Überhang. Ein Kletterer hängt vor mir in einer anderen Route. Zwangspause. Tut gut, hätte ich eh jetzt gebraucht. Dann kommt ein Untergriff und ab über die Kante zu einem Doppelgriff. Geht, doch ich hänge frei, wo kommen die Füße hin??? Ich stelle sie an und versuche zum nächsten Griff zu springen – zu kurz.
Noch einmal. Nächster Sprung. Kann den Griff fassen, rutsche aber ab.
Abseilen. Pause. Neuanfang.

Diesmal schaffe ich den Griff, halte ihn, gehe gleich zum nächsten und klippe erst dann. Guuuuut! Dann hangele ich mich von Exe zu Exe und habe 2/3 hinter mir, als nichts mehr geht.

So schwer ist die Route gar nicht. Warum hab ich die nicht schon früher probiert?
Nach mir klettern ein junger Mann und eine Frau die Route. Locker, souverän. Sie müssen den Griff nicht anspringen. Schaffen es durch Eindrehen und gehen in einem Stück die Route nach oben. Mein Respekt ist gewaltig. Was ich mit Kraft machen muss, schaffen die beiden durch Technik. So will ich das auch können.

Was lernen wir aus dem heutigen Tag:

Einfach sich trauen auch ein, zwei Stufen über dem Leistungsvermögen zu klettern. Sonst gibt es keinen Fortschritt. Die 7-, 7er gehe ich an, wenn eine 8 vorne steht, mache ich mir schon vorher ins Hemd

Röthelfels: Absturz

Am Röthelfels habe ich offenbar kein Glück. Ein schöner sonniger Donnerstag, wir stehen am Röthelfels und wollen den Daniel erklimmen. Kokolores 6 soll es wieder sein. Der Fels ist nach vielen Tagen Regen trocken und nur wenige Kletterer sind da. Die ersten Meter gehen gut, ein wenig müde von der langen Autofahrt, aber die Genußroute hat es mir angetan. Auf der Spitze ein Blick nach unten und der nette Nachbar in der Route macht sogar ein Bild. Weiter gehts an der Hauptwand und diemal weiß ich, dass ich den alten, rostigen Hakren rechts der Route nutzen soll. Dann die rechte Hand in einen Riß geklemmt, Ringfinger und kleiner Finger klemmen gut, nur für die Füße finde ich nichts. Zweiter Versuch, jetzt passt es. Mit der linken in einen weiteren Riß, Füße anstellen. Nur noch clippen.
Oh, da hängt ja eine Exe! Offenbar hat der letzte es nicht weiter geschafft oder sie vergessen. Oder die Locals haben die Stelle ein wenig entschärfen wollen und jetzt hier eine Exe eingehängt. Für eine glatte 6 ist das eine wirklich schwierige Stelle. Sie steht ein wenig schief, aber richtig wahrnehmen tue ich das nicht.
Seil greifen, mit links ausziehen, ich komme gerade so an die Exe, etwas weit weg, dass ganze. Wenn da jetzt keine Exe wäre, hatte ich lieber die Panic-Exe genommen. Aber da hängt nun eine, also streck dich. Ich erreiche die Exe mit dem Mittelfinger und will ziehen, um mit dem Daumen, das Seil einzulegen – doch der geringe Zug reicht schon, um die Exe aus dem Haken auszuhaken. Ich schwinge – offene Tür – nach rechts, die Finger der rechten halten nicht mehr, ich merke wie die Haut wegfetzt und fliege nach hinten. Im Flug merke ich, dass an meinem Helm der Daniel vorbeirauscht und komme nach gut 10 Metern zwischen Daniel und Wand zum stehen.

Nicht aufgeschlagen, der Kopf hat die Felsspitze nicht berührt.
Ein Blick auf die Finger! Die sind noch dran, bluten aber schon.
Was nun? Hoch! Ich will da jetzt rauf. Ich rufe meinen Sicherungspartner zu, dass alles ok ist und klettere nach oben. Irgendwie kommt mir in den Sinn doch abzubrechen, da es jetzt doch ordentlich blutet, dass ich mich nicht an dem alten, rostigen Haken abseilen will. Also weiter. In den Riß der rechten Hand komme ich nicht mehr hinein, der Ringfinger ist schon angeschwollen. Also mit links und mit rechts clippen. Irgendwie kämpfe ich mich über die Stelle und werde vom Ärger über den Kletterer getrieben, der den nicht richtig einghängten Karabiner dort hat hängenlassen. Zum einen war die Exe falsch herum und der Drahtschnapper nur mit der Nase eingehängt. Der Zug meiner Hand hat ihn abspringen lassen und mich nach unten gerissen. Oh, was war ich wütend!
Aber nicht nur auf den anderen, sondern auch auf mich, benutze ich doch nie fremdes, unbekanntes Material. Ich hätte ihn übergehen, meine Exe danebenhängen oder die Exe erst abnehmen sollen. So ein Shit.

Oben angekommen, verarzte ich mich notdürfig, will nicht den ganzen Fels mit roten Flecken verziehren. Nach dem Abseilen wird mir erst bewusst, dass der alte, rostige Haken, dem ich kein Vertrauen geschenkt haben, mir vielleicht das Leben gerettet hat. Aber Abseilen wollte ich dort nicht. Das hatte ich wahrscheinlich locker tun können, denn den Sturz hat er locker gehalten.

Wir klettern noch ein paar schöne Routen, aber ich werde nie mehr fremdes Gerät, dass im Fels hängt benutzen oder belasten!

Eschbacher Klippen

Die Nacht regnete es und da wir nur den Vormittag Zeit hatten, entschlossen wir uns zu den Eschbacher Klippen zu fahren. Die Hoffnung, war, dass der Fels rasch abtrocknet und wir länger bleiben können, das ich Holger anschließend direkt nach Friedberg bringen sollte. Lust habe ich keine. 6 bis 8 Meter Routen im fünfer Bereich. Irgendwie hatte ich mir heute mehr vorgestellt. Ich hadere mit dem Wetter und der Zeitplanung.

Der Taunus lag unter dunklen Wolken, ein Zeppelin stand über dem Hessentagsgelände in Niederursel.
Auf der Autobahn nieselt es sogar.
In Usingen ist es überraschend trocken und sogar blaue Lücken lassen sich am Himmel sehen.
Wir steigen dann in die einfachste Route ein, die wir auf die schnelle finden können. Der Fels wirkt nass, ist aber trocken. Der glatte, speckige Fels wirkt wohl immer so. Die direkte Platte 4- ist sogar zum wach werden noch zu einfach.

Wir klettern gleich links weiter: Der Überhang 6- hat es dann schon in sich. Schon der erste Haken ist schwieriger zu erreichen, als gedacht. Im unteren Bereich ist die Wand sehr glatt, Reibung gibt es nicht, und die kleinen Risse ausgetreten und speckig. Nach dem Haken muss man sich rechts halten, den Überhang umgreifen, und sich nach links oben arbeiten. Zwei, drei Griffe, dann war es das auch schon.

Unter weiter geht es nach links: Das Geiernest 6-. Hier das gleiche Spiel: Unten glatte Wand, dann zwei, drei schwierige Griffe, die man erst einmal finden muß. Darüber dann ein Spazierweg zum Umlenker.

Der Direkte Südpfeiler 5+ ist dann nicht wirklich einfacher. Man muß nach links clippen und rechts laufen. Unten wieder suaglatt und der erste Haken schon anständig hoch. Keine Chance einen eigenen Friend oder Keil zu setzen. Als wenn vor dem eigentlichen Fels noch eine Felsmauer stehen, erstreckt sich hinter der ersten Schicht ein Querriß vor dem eigentlichen Fels, in dem man schön die Finger bringen kann. Irgendwann fällt die vordere Mauer ab und dann ist wahrscheinlich, wie im unteren Bereich, nur noch glatter Fels übrig. So in 10.000 Jahren dürfte es soweit sein.

Und wieder eins nach links – och nö, keine 4, also noch eins weiter zum Dach 6

Diesmal ist es etwas zum knabbern. Am Dach clippen, dann beide Hände zu einer Schuppe rechts, linke Ferse Hook links unter dem Haken – der rechte Fuß hat nix, die Wand ist zu glatt. Bein und Arme bringen die Kraft, linke Hand nach oben – je höher, desto besser und man ist oben. Danach ist wieder Spazierweg.

Die Sonne scheint mittlerweile mit voller Kraft, der Ausblick ist grandios – der Fels staubtrocken. War doch nicht die schlechteste Entscheidung. Wnn nur die Routen anspruchsvoller wären.

Wir wechseln in den Schatten auf die Nordseite. Diesmal fangen wir links an: Der Kraftriss 6.
Beim letzten Mal habe ich mir mit dem hoch hängenden ersten Haken weh getan. Wir legen die Bouldermatte unter und ich klettere los. Nach gerade mal zwei Metern rutsche ich ohne Vorahnung ab und lande auf den Knien auf dem Crashpad. Glück geh gehabt. Das hätte böse ausgehen können. Beim zweiten Gang stehe ich unter dem Haken und es fehlen die berühmten 10 Zentimeter. Ich schnappe mir die neue Beal Panic-Exe und clippe. Save. Schönes Gefühl. Der nächste Meter ist nicht gerade einfach – hier hätte ich nicht auch noch clippen wollen. Über den kleinen Riss zum Ausstieg. Schöne Route, die wir gleich nochmal gehen.

Die nächsten 6er warten am Groschenwändchen. Groschenpfeiler – 6-. Der Hakenverlauf ist etwas merkwürdig und entspricht auch nicht dem Bild im Führer. aber wir finden den Weg. Im zweiten dritten ist nicht viel zu greifen. Eher eine Such-Route. Tasten, versuchen. Try an Error.
Zum Abschluß noch die Groschenwändchen – mittlere Variante – 6
Ich wackel mich zum ersten Haken. Schon das ist kniffelig. Versuche rechts vorbei und merke, dass ich hier schon einmal verzweifelt bin. Ab ins Seil. Nochmal, nochmal. Fluchen. Nächster Haken weit weg und nichts größeres zum greifen. Bin ich falsch? Ich versuche einen Friend zu setzen. Ohne Erfolg. In den Riss passt der 4er nicht richtig und der 2er ist zu groß. Wieder ein Versuch und noch einmal das Seil. Langsam bin ich platt. Das kann doch nicht sein? Waren doch alles einfach, kurze Routen. Aber so einfach war anscheinend doch nicht alles. Ich komme keinen Meter mehr weiter. Nicht mal den Friend bekomme ich aus der Position heraus.
Ich wechsel in die linke Variante, muß mich gar an der Exe halten. Friend raus, nach oben, abseilen. Fertig.

Fix und fertig.
Der Tag hat sich doch gelohnt. Ich kann kaum die Arme heben. Lasse Holger die letzte Route alleine gehen.
Wieder was gelernt: Auch an den Eschbachern kann man sich richtig auspowern. Langsam und kontinuirlich wird man ausgesaugt.
Na, warte – beim nächsten Mal knacke ich dann die mittlere Variante!

Auf der Heimfahrt begleitet uns wieder der Zeppelin am Horizont. Am nächsten Tag wird er abstürzen und der Pilot zu Tode kommen.

Brohmfels: Wieder mal biestig!

Wenn ich mir meine Finger heute anschaue, sehe ich, dass der Brohmfels wieder biestig war. Er wehrt sich gegen jede Begehung.
Der Kampf Natur gegen Mann. Oh, wie heroisch!

Aber im Ernst: Der Brohmfels war nach einem Regenguß naß, die Moose standen bauschig und vollgesogen, sogar da, wo kein Regen hin kam, hat die Luftfeuchtigkeit den Moosen genug Feuchtigkeit beschert.
Wir machen uns wieder am Muskelschinder warm. Anschließend gehe ich im Vorstieg Kante 6- hoch. Oben naß und glitschig, ist es nicht einfacher geworden. Dann will ich an den einzigen Haken in der linken Wand, der aber 30 cm zu hoch hängt. Dazu ist die Wand überhängend, der Sturzraum gefährlich. Ich benutze erstmals Beals Panic Exxe und bin safe. Jetzt boulder ich die Problemstelle des Viererweg 7- aus. Den hat man schon 1948 begangen???? Unglaublich. Das sind nur drei Züge, aber die haben es in sich. Ich suche mir einen Wolf und finde keine Griffe. Wir entscheiden uns für Toprope. Von oben kommend putze ich erst mal. Und siehe da, da sind Griffe. Unter einer Moosschicht oder dicken Blattresten, Stengeln und ersten Humusstellen, tauchen griffige Felsspitzchen hervor. Scharf und borstig, wiederspenstig, wie ein Igel auf Abwehr. So klettert es sich auch.

Ich boulder die Strecke, teste erste Griffolgen. Geht nicht. Wo sollen denn die Füße hin? Holger verweist auf ein “Dreieick” rechts. Dort kann man mit dem Daumen in einem Loch, einen Griff umfassen. Rechts ein Zangengriff. Der linke Fuß im Riß auf einem losen Stein (“…der hält noch 1000 Jahre”), der rechte in einem kleinen Loch aufgelegt.
Anstellen und mit der rechten Hand weit nach oben.

Krack. Das geht auf die Finger, zieht sogar die Hornhaut ab. Linke Hand direkt daneben. Jetzt tut es weh. Und wech…
Nächster Versuch: Wieder rechts. Den Schmerz kenn ich nun schon. Diesmal links nach weiter außen. Der Griff dort ist runder, aber man kann ihn nach außen ziehen.
Und hält!

Rechter Fuß in den glatten Riß, linker in ein Dreieck in der Mitte, schräg ansetzen und hochschwingen zum nächsten Anbsatz. Beim dritten Versuch gelingt es.
Ab hier geht es um den Ausstieg, aber da oben habe ich nicht geputzt. Das machen wir dann beim nächsten Mal.

Zum Abschluß noch die Schleierkante 6 oder auch die direkte Schleierkante 6. So recht können wir die nicht auseinanderhalten. Beiden ist wohl gleich, dass man viele Griffe nur nach rechts oder links ziehen kann und dementsprechend durch die Route eiert. Dazu glatt und speckig und leicht überhängend. Eigentlich eine nette Route und mit 6 die erste hier, die überbewertet ist.

Fränkische Schweiz – Napoleon

Napoleon angeschaut und Routen bestaunt!