Männerwochenende. Wir starten am Freitag mittag und sind schon um 17 Uhr in der fränkischen Schweiz. Das Wetter ist fantastisch, Gewitter sind angesagt, doch es ist warm und sonnig. Die Straße nach Ursprung ist gesperrt, wir fahren trotzdem und können in der Nähe des Parkplatzes warten. N 49.74791 E 11.24421

Wir wandern den Berg hoch, natürlich den falschen Weg. Richtig wäre, direkt am Parkplatz gegenüber einen steilen Pfad zu nehmen, der dann breiter und zu einem Holzstufenweg wird.

Am Fels orientieren wir uns erst einmal, was sich bei dutzenden Routen und vielen Sektoren als gar nicht so einfach erweist.

Wir starten im Sektor Depotweg:

Holger will für den Anfang etwas leichtes. Mir gefallen diese einfachen Routen nicht. Meist ist die Linie nicht zu erkennen und der Sturzraum schlecht. Er klettert die Gerade R6 – 5- und sucht immer wieder die Linie. Ich gehe dann trotzdem, da die nebenan liegenden Touren mittlerweile belegt sind.

Danach versuchen wir uns am Kreuzweg 6+. Der ist gefühlt sogar einfacher, da man sofort weiß, wohin die Reise geht. Trotzdem bleibt beim ersten Besteigen immer viel Zeit zum Suchen von Griffen. Man hadert mit der Route mit sich, ist unsicher, ob man überhaupt noch in der Route ist. Mal ist`s zu schwer, mal zu leicht. Das kann doch nicht die Route sein.
So auch hier. Bis unter den Überhang ist es einfach, dann kann man es sich herrlich schwer machen. Im Vorstieg hänge ich unter dem Überhang und finde die Griffe nicht. Ich umgehe ihn rechts und zuhause lese ich im Internet, dass dies der richtige Weg war. Bis dahin war ich zweimal aus der Wand gefallen. Aber so ist das „onsight“ und ohne Ahnung. Auf der anderen Talseite zieht ein Gewitter durch. Holger wird in der Route ein wenig naß – wir überlegen zu gehen – als es auf unserer Seite schon wieder trocken wird. Im nu ist die Wand wieder trocken.

Ein netter Kletterer empfiehlt uns anschließend wärmstens  Kokolores zu machen im Sektor Zinnenwand.

Kokolores? Hört sich endlich mal gut an. Und die Route IST gut. Kokolores 6.
Es geht am Pfeiler vom Daniel empor, einzig der erste, hohe Haken trübt den Eindruck. Die Route, mit vielen griffigen Löchern gesegnet, lässt sich flüssig klettern. Erst auf dem Pfeiler (kurz unter der Spitze geht es links vorbei zur Hauptwand) kommt ein Überwindungsschritt. Ist man an der Hauptwand wird es etwas schwieriger. Die nächste Exxe hängt wieder hoch. Erst spät kam ich auf die Idee, ganz rechts einen alten Haken mit zu benutzen. Der darüberliegende Block stellt dann die einzige Schwierigkeit dar. Ganz rechts gegriffen und anschließend nach links zum nächsten Haken. Tolle Tour mit genialer Aussicht!

Anschließend gings in einem der genial guten und preiswerten Gasthäuser essen. Ein toller Einstieg für das Wochenende!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.